Gesellige Alternative zum Homeoffice
Freelancer haben bei der Wahl ihres Arbeitsplatzes wenige Alternativen. Ein eigenes Büro zu mieten ist für viele Luxus – somit bleibt noch die Entscheidung, entweder in der Einsamkeit der eigenen vier Wände im Homeoffice zu arbeiten oder sich samt Laptop in ein geräuschvolles Café zu begeben, um nicht völlig sozial isoliert zu sein. In den vergangenen Jahren etablierte sich einmal mehr ein weiteres spannendes Modell aus den USA, das freischaffend Tätigen eine neue Arbeitsumgebung bietet. Die Rede ist von Coworking, einer Art Bürogemeinschaft, die Freelancern aller Branchen offensteht und selbigen ein Arbeiten ohne sozialen Kontaktverlust ermöglicht. Vor kurzem öffnete Leipzigs erster Coworking Space mit dem Namen “LE Space” seine Pforten.

Im “Tapetenwerk” in der Lützner Straße 91, Haus K, finden Kreative und Freiberufler auf 112 Quadratmetern nun eine Möglichkeit, ihr Arbeitsleben aus dem eigenen Heim auszulagern. Im “LE Space” gibt es alles, was an technischem Equipment nötig ist – Schreibtische, Drucker und Scanner. Allerdings wird im “LE Space” nicht nur schweigend nebeneinander her gearbeitet, der Kontakt zu anderen Freelancern ist durchaus erwünscht und wird als positiv und inspirierend gewertet.
Genutzt werden kann die Büroanlage auf verschiedene Weise: Wer Coworking erstmal ausprobieren oder nur kurzfristig nutzen möchte, liegt mit einer Tageskarte zu 10 Euro oder einer Wochenkarte zu 39 Euro richtig. Für 3 Euro bzw. 12 Euro kann ein Schließfach dazugemietet werden. Für eine längerfristige Nutzung empfiehlt sich eine 12er-Karte zu 69 Euro, die man durch die Anmietung eines Schließfachs für 15 Euro oder eines eigenen Briefkastens für 50 Euro ergänzen kann. Ebenso sind Monatskarten erhältlich, die 119 Euro für einen Flexdesk und 169 Euro für einen Fixdesk kosten. Während Flexdesk-Nutzer unter Umständen bei jedem Besuch einen wechselnden Arbeitsplatz zugeteilt bekommen, verfügen Fixdesk-Nutzer über einen eigenen Schreibtisch, den sie auch selbst mit Topfpflanzen und Co. gestalten können. Wem die regulären Öffnungszeiten von 9 bis 18 Uhr zu knapp sind, kann als Dauernutzer einen Schlüssel dazubuchen und hat somit rund um die Uhr Zugang zu den Büroräumen.
Ähnlich wie in anderen Büroräumlichkeiten gibt es auch im Leipziger Coworking Space eine Teeküche, damit die stärkende Tasse Kaffee oder Tee gewährleistet ist. Außerdem gibt es ein wechselndes Mittagsangebot. Freitags ab 10 Uhr werden übrigens sogenannte “Jellys” abgehalten. Diese kostenlosen Treffen beinhalten ein gemeinsames Frühstück sowie anschließendes Coworking.
Der Coworking Space “LE Space” im “Tapetenwerk”, einer ehemaligen Fabrikanlage im Stadtteil Lindenau, ist per Straßenbahn (Linien 8 und 15 bis Haltestelle Henriettenstraße) zu erreichen.
(Bildquelle: Screenshot www.le-space.de)